Neuer Fachanwaltsausschuss für Sportrecht

Die Satzungsversammlung – das bundesdeutsche „Anwaltsparlament“ – hat in ihrer Sitzung am 26.11.2018 die Einführung einer neuen Fachanwaltsbezeichnung für Sportrecht beschlossen. Hauptargument hierfür waren die Vielfalt rechtlicher Fragestellungen, die sich aus dem Zusammenwirken von Sport- und Spielregeln der Sportverbände mit den Normen des staatlichen Rechts ergeben, und der für Profi- und Spitzensportler ebenso wie für den Breitensport bestehende Beratungsbedarf. Das Bundesministerium für Justiz und Verbraucherschutz hat die Änderungen in der Fachanwaltsordnung (FAO) inzwischen bestätigt, sie treten am 01.07.2019 in Kraft.


Der Kanon des Sportrechts ergibt sich aus § 14q FAO. Hierzu gehören (1) das selbstgesetzte Recht der Sportverbände im Rahmen der Verbandsautonomie, insbesondere Satzungen und Statuten nationaler und internationaler Sportorganisationen, (2) Sportverbands- und -schiedsgerichtsbarkeit, (3) Vereinsrecht und Grundzüge des Gesellschaftsrechts, (4) Sportvertragsrecht, sportrechtliche Bezüge des Dienst- und Arbeitsvertragsrechts.


Um die eingehenden Anträge bearbeiten zu können, ist eine Bildung eines neuen Fachanwaltsausschusses für Sportrecht erforderlich. Über dessen Besetzung entscheidet der Vorstand der RAK Berlin voraussichtlich im Juni 2019.


Wer an der Mitarbeit interessiert ist, wird gebeten, sich unter dem Stichwort „Besetzung Fachanwaltsausschuss“ zu bewerben (RAK Berlin, z.H. Rechtsanwalt Axel Weimann, Vorsitzender der Abteilung I, Littenstraße 9, 10179 Berlin; Fax: 030/ 306931-99, E-Mail: info@rak-berlin.org). Einsendeschluss: 17.05.2019.


Voraussetzung für die Bestellung zum Mitglied eines Fachanwaltsausschuss ist die fünfjährige Zulassung zur Rechtsanwaltschaft. Neben praktischen Erfahrungen wären dozierende Tätigkeiten oder Publikationen von Vorteil, sind jedoch keine Bedingung (Für Nachfragen: GF Dr. Andreas Linde, 030/306931-22). 

Kammerton 04-2019

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